Hamburgs wahre Perlen

Hamburgs wahre Perlen

Auf der Suche nach Hamburgs wahren Perlen haben wir eine Perle ganz besonders schnell entdeckt.

 

1912 war es die „Altonaer Milchhalle“, ab 1949 hieß sie „Lührs Gaststätte“ und seit 1973 ziert die wunderschöne „Strandperle“ den Ottensener Strand bei Övelgönne.

 

Unter dem Hashtag (#) „Hamburg“ findet man besonders an den sonnigen Tagen auf Instagram und weiteren sozialen Plattformen immer wieder wunderschöne Fotos vom Strand direkt in der City.

 

Wir haben also nicht lange gezögert und uns auf die Suche nach diesem Stück Karibik, direkt in Hamburg gemacht. Dass die Anreise dabei schon das nächste Highlight wird, hat uns vorher allerdings niemand gesagt.  


Die Anreise

Es führen bekanntlich viele Wege nach Rom. Zur „Strandperle“ ist aber nur ein einziger zu empfehlen. Die HVV-Hafenfähre der Linie 62 nach Finkenwerder. Am besten steigt Ihr an den Landungsbrücken (Brücke 3) in die Hafenfähre. Für die Fahrt reicht ein normales HVV-Ticket, mit dem Ihr auch Bus und Bahn fahren könnt.  


Die Fähre ist inzwischen leider kein Geheimtipp mehr und daher an sonnigen Tagen und am Wochenende gut gefüllt. Am besten überlegt Ihr Euch also sofort, ob Ihr im windstillen Unterdeck oder auf dem sonnigen Oberdeck mit bester Aussicht reisen wollt. Nachdem Ihr einen Platz gefunden habt, könnt Ihr einen Auserwählten Eurer Reisegruppe zum Kiosk an Bord schicken und die Fahrt mit Bier und Bockwurst genießen.

 

Die Schiffsschrauben starten und entfachen ihre volle Kraft. Nun geht es vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Beachclub Strandpauli, der Fischauktionshalle oder dem wunderschönen Dockland.  

Das Dockland ist ein Bürogebäude an der Elbe und ragt wie ein Schiffsbug über das Wasser hinaus.

 

Hier lohnt es sich, die Hafenfähre kurzzeitig zu verlassen und die rund 140 Stufen bis zur Dachterrasse in Angriff zu nehmen. Oben angekommen fühlen sich viele wie Rocky Balboa und können sich den Siegessprung nicht verkneifen. Neben der beeindruckenden sportlichen Leistung werdet Ihr aber zusätzlich mit einem genialen Ausblick und tollen Fotomotiven belohnt. 

 

Nun aber weiter zur Strandperle



Strandperle

Nachdem wir die Haltestelle: Museumshafen Oevelgönne erreicht hatten, machten wir uns auf den Weg zu der nur 750 Meter entfernten Strandperle. Wir wählten den Weg über den Sandstrand und kamen jetzt schon in Urlaubsstimmung. Da das Laufen im Sand allerdings auch beschwerlich sein kann, freuten wir uns auf einen entspannten Liegestuhl und ein erfrischendes Getränk.

Die Atmosphäre in dem Beachclub ist wirklich einzigartig. Statt Musik, setzt die Strandperle ausschließlich auf das rauschen der Elbe. Kinder und Hunde spielen im Sand und am Wasser, während die restlichen Besucher entspannt im Liegestuhl sitzen und das bunte Treiben auf der Elbe beobachten.

 

Von Luxusjacht über Seegelboot bis Containerriese kommt auf dieser Schifffahrtsstraße wirklich alles vorbei. Aber Vorsicht. Ein Hamburger kehrt seinem Fluss nie den Rücken. Je nachdem wie schnell die großen Schiffe am Strand vorbei ziehen, entwickeln sich teils große Wellen, die schon so manches Picknick am Wasser überflutet haben. Auch der Tidenhub also der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser ist mit bis zu 4 Metern nicht zu unterschätzen.

Wir haben die Strandperle inzwischen zum Frühstück, zum Abendessen, im Hochsommer und im Winter besucht und vom Glühwein mit Bratwurst über Cocktail und Pizza bis zum Fischbrötchen mit Bier alles probiert. Die Preise sind vernünftig und das Essen gut. Das Fischbrötchen haben wir inoffiziell sogar schon zum Besten der Stadt gewählt.  


Fazit

Die Strandperle ist ein Szeneladen, der seinen guten Ruf verdient. Es ist ein Ort zum Erholen, zum Staunen und zum Genießen. Für uns ist es eine der wahren Perlen Hamburgs und ein Ort, den wir sicher noch oft besuchen werden.

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